INNOVATIV KOCHEN MIT

HOLZSPARÖFEN

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Gesundheit schützen, die Umwelt schonen

In den Dörfern im Hochland Guatemalas lodert offenes Feuer in den Holzverschlägen. Sie sind rußig und rauchig. Lucía, Mutter von fünf Kindern kommt vom Feld und macht zum dritten Mal an diesem Tag Feuer. Ihren Sohn Mateo schickt sie um Holz zu sammeln, das schwer zu finden ist. Die offenen Feuerstellen verbrauchen viel Brennmaterial, Holz ist teuer, aber lebensnotwendig, die Abholzung in der Gegend enorm. Mateo sollte zudem in der Schule sein. Die kleineren Kinder verbrennen sich beim Spielen, die Familie lebt mit ständigem Husten.

“Früher habe ich viel Zeit in der stickigen Küche verbracht. Auf dem neuen Ofen kann ich Tortillas, Bohnen und Reis gleichzeitig kochen und gehe danach gleich wieder aufs Feld.”

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erzählt die 46-jährige Juana Santiago, Mutter von fünf Kindern, aus dem Dorf Xecrúz voll Freude.

DIE ÖFEN DER ZUKUNFT

Sei So Frei reagierte rasch nach der ersten Anfrage der Familien bei unserer Partnerorganisation ADICO vor Ort. Uns war klar, mit einigen guten Überlegungen könnten diese Bedingungen womöglich bald der Vergangenheit angehören.

Wir suchten Verstärkung in Österreich und gewannen die Firma ÖkoFEN als Projektpartner. Auf Basis der Arbeit von guatemaltekischen Ofensetzern entwickelten deren Mitarbeiter kostenlos einen einfachen, aber effizienten Holzsparofen – einen gemauerten Ofen mit Eisenplatte und Rauchabzug. Gearbeitet wird dabei ausschließlich mit vor Ort vorhandenen Materialien und Werkzeugen. Neben der Gesundheit der Bevölkerung und dem Haushaltseinkommen der Familien wird auch der Wald als wichtige Rohstoffquelle geschont. Die neuen Öfen reduzieren den Brennstoffbedarf um rund zwei Drittel.

Bis dato konnte so ein Holzsparofen bereits in 550 Hütten errichtet werden. Der zuständige Ofensetzer Miguel Tiño hat zwei junge Männer aus der Region im Bau dieser Öfen ausgebildet.

„Unser Holzsparofen ist das Herzstück der Hütte“, erzählt Encarnación Castro aus dem Dorf Sechúm lächelnd. „Ich musste erst lernen, damit zu kochen. Mittlerweile gebe ich mein Wissen an andere Frauen weiter. Ich bin sehr sehr dankbar.“

Auch Juana, Mutter von fünf Kindern, ist glücklich. Das Holz verbrennt nun langsam im Inneren des Ofens, der Rauch zieht nach draußen ab und verrußt den Wohnraum nicht mehr.

DAS WIRD BENÖTIGT.

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Helfen Sie mit!

Für viele Familien in der Gegend ist der Albtraum bereits vorbei. Lucía, die Mutter von Mateo hatte bisher noch nicht das Glück. „Wir Frauen verbringen viel Zeit in den Hütten, auch die Kinder. Der ständige Rauch macht unsere Augen und Lungen krank. Ein Ofen wäre das größte Geschenk“, sagt sie uns. Ermöglichen wir ihr und anderen Familien dieses Geschenk!

Für weitere 60 Familien in den Dörfern Laguna Seca und Pamixá soll der Traum vom richtigen Ofen wahr werden. Wir haben die Freiheit, nutzen wir sie. Stickige, qualmende Hütten in der Region sollen der Vergangenheit angehören!

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Jeder Beitrag hilft!

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Mit 10 Euro versorgen Sie eine Familie eine Woche lang mit Brennholz.
Mit 66 Euro finanzieren Sie die benötigten Ziegel für einen Ofen.
Mit 420 Euro schenken Sie einer Familie einen kompletten Holzsparofen.
Das Land in Zentralamerika lebt mit einer äußert abwechslungsreichen Geschichte. Von der klassischen Hochblüte während der Mayazeit über die grausamen Kolonialzeiten während der spanischen Besetzung, Unabhängigkeit und Ausrufung der Republik 1839 bis zu den wechselnden Diktaturen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war und ist das Land zumeist von tiefer Armut und Repression geprägt. Die Landschaft ist überaus vielfältig, verschiedenste Klimazonen prägen die Gegenden von den tropischen Küsten bis ins karge Hochland. // Fläche: 109.021 km2 // Einwohner: 17 Millionen // Amtssprache: Spanisch
Guatemala hat eine sehr hohe Auswanderungsquote, rund 5% der Einwohner lassen das Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen. Studien gehen davon aus, dass circa 70% der Erwerbstätigen in Gelegenheitsjobs ohne vertragliche und soziale Absicherung arbeiten. Die Einkommen sind extrem ungerecht verteilt. Die Armutsquote liegt bei knapp 60% und die Hälfte der Kinder gilt als unterernährt.
Guatemala ist eine präsidentiell-demokratische Republik, das Parlament und der Präsident werden alle vier Jahre gewählt. Dennoch wird das Land international als eine Mischform zwischen Demokratie und autoritärem Staat, als „teilweise frei“, bewertet. Das Vertrauen, besonders der indigenen Bevölkerung, in das staatliche Rechtssystem ist überaus gestört und der starke Einfluss gesellschaftlicher Gruppen außerhalb der Parteien, besonders von Militär und Unternehmen, lässt die Politik generell sehr instabil sein. Die Korruption zieht sich zum Teil bis in hohe staatliche Ämter durch.
Die Bevölkerung Guatemalas setzt sich nahezu gleichermaßen aus indigenen und europäisch-stämmigen Menschen zusammen. Das Bewusstsein für Volkskultur, Bildung, Politik und Umweltthemen ist - wie nahezu überall - abhängig vom Bildungsgrad und der Region, in der die Menschen leben. Die große Armut breiter Bevölkerungsschichten, aber auch die sehr hohe Analphabetismusrate sind ein deutlicher Hemmschuh für den aufmerksamen Umgang mit Themen abseits des täglichen Überlebens. Die eindrucksvolle Gastfreundschaft und Freundlichkeit, auch und gerade in den ärmsten Regionen des Landes, lassen aber an der Herzensbildung keine Sekunde zweifeln.