NAHRUNG & HOLZ

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Baumschulen gegen Hunger und Armut

Den Menschen in unseren Projektregionen Butiama und Rorya, die von Ackerbau, Viehzucht und Fischfang leben, fehlt das Geld für das Allernötigste. Um die Felder des Dorfes zu bestellen und somit die Nahrung für die eigene Familie zu sichern, gibt es kein Saatgut, kein Wasser und kaum Werkzeug. Dazu kommt, dass furchtbare Dürreperioden die Einheimischen zusätzlich leiden lassen und medizinische Versorgung kaum vorhanden ist. Die schlechte und einseitige Ernährung öffnet vielen Krankheiten Tür und Tor.

DAS TUN WIR

Um diesen Zuständen so gut es geht Einhalt zu gebieten, unterstützt Sei So Frei die ansässigen kleinbäuerlichen Familien, aber auch Schulen und Dorfgemeinschaften dabei, Baumschulen und Mischwälder anzulegen. Diese sollen künftig neue Setzlinge, Obst, aber auch Schatten- und Nutzholzbäume produzieren. Die Zusammenstellung der Pflanzen liest sich für uns wie aus einem Märchenbuch und fußt auf der besten Mischung für die langfristige Versorgung der Menschen.

Avo­cados, Guaven, Zitronen, Mangos, Papayas und Orangen sind die Früchte, die künftig eine effizientere und vitaminreichere Ernährung sichern sollen, Schattenbäume wie Akazie, Sennes­strauch, Albizia werden gezogen um kleinere Pflanzen vor der sengenden Sonne zu schützen, und Nutzholzbäume wie Acro­carpus, Trompetenbaum, Silbereiche, Zedrele sollen künftig Brenn- und Bauholz liefern. Dazu erhalten die Gruppen und Familien Unterstützung in Sachen Know-how und Umweltschutz und beim Anlegen eigener kleiner Baumschulen. Diese Setzlinge werden auch für weitere Projektdörfer gezogen und sind somit eine Einnahmequelle für die Bäuerinnen und Bauern.

GEMEINSAM SIND WIR STARK

Dass auf diesem weiten Weg schon ein Stück gegangen werden konnte, ist der Hilfe vieler zu verdanken. Unsere Projektleiterin vor Ort, Saria Amillen Anderson, mit ihrer Organisation Grain To Grow Foundation (GGF) versteht es perfekt, Ressourcen und Chancen zu bündeln. Sie arbeitet mit den lokalen Bezirksbehörden zusammen, um die notwendige Aufforstung voranzutreiben. Auch durch die erfolgreiche oberösterreichische Aktion „Mein Christbaum trägt Früchte“ konnte Sei So Frei in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag leisten. Bereits 2.000 Familien und 21 Volks- und Mittelschulen konnten rund 50.000 Setzlinge pflanzen, die sich prächtig entwickeln und bald Obst tragen werden.

DAS IST ZU TUN.

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Helfen Sie mit!

Das Geld reicht noch nicht aus, um genug Setzlinge für die neuen geplanten Baumschulen anzuschaffen und das Land in Butiama und Rorya aufzuforsten. Legen wir Baumschulen an und kaufen wir Setzlinge!

Geben wir den Familien die Chance, ihren Lebensraum zu erhalten und nachhaltig zu nützen!

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Jeder Beitrag hilft!

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Mit 1 Euro erhält eine Familie 2 Baumsetzlinge.
Mit 35 Euro statten Sie eine Familie mit Gießkanne, Scheibtruhe und Rechen aus.
Mit 75 Euro kann eine Schule einen kleinen Obstgarten anlegen.
Mit 100 Euro ermöglichen Sie die Gründung einer Baumschule.
Zwischen dem indischen Ozean und drei der größten afrikanischen Seen gelegen präsentiert sich Tansania mit unglaublicher landschaftlicher Vielfalt. Die Serengeti ist einer der bekanntesten Nationalparks der Welt, das Kilimandscharo-Massiv, die flache tropische Küste, Feucht- und Trockensavannen und Halbwüsten prägen das Land. In den ländlichen Regionen herrscht große Armut. Epidemien wie Malaria und HIV sowie klimatische Katastrophen haben hier freie Bahn. Die Infrastruktur abseits der Städte ist zudem sehr schlecht entwickelt. Zumeist gibt es kilometerweit keinen Wasser- und Stromanschluss. // Fläche: 945.087 km2 // Einwohner: 57 Millionen // Amtssprache: Swahili (Nationalsprache), Englisch (pro forma)
45% der Menschen in Tansania sind unter 15 Jahre alt. Durchschnittlich 4,8 Kinder bekommt eine Frau. Diese Zahlen lassen deutliche Rückschlüsse auf die Probleme des Landes zu. 95% der Einwohnerinnen und Einwohner sind Bantu, die über 130 verschiedenen Ethnien angehören und 125 verschiedene Sprachen sprechen, wobei Swahili, die „nationale“ Sprache zusehends das Englisch aus der Kolonialzeit verdrängt. Es herrscht Schulpflicht.Circa 70% der Bevölkerung können lesen und schreiben. Obwohl es keine systematischen Menschenrechtsverletzungen gibt, herrschen regional große Unterschiede. In den armen ländlichen Regionen mindert vor allem das patriarchalische System die Chancen für Mädchen und Frauen auf Schulbildung und Gesundheit dramatisch. Das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen ist besorgniserregend. Zudem müssen fast 40% aller Kinder bis 14 Jahren arbeiten, oft 14 bis 17 Stunden am Tag auf Plantagen und für die Hälfte des Lohnes eines Erwachsenen.
Tansania ist eine Präsidialrepublik. Seit 1961 ist das Land vom ehemaligen Kolonialherren, dem Vereinigten Königreich, unabhängig und 1995 fanden die ersten demokratischen Wahlen statt. Es gibt keine religiösen und ethnischen Verfolgungen, sowohl der Rechtsstaat, als auch die Pressefreiheit sind im Prinzip gewährleistet, wobei die knappen Ressourcen und Korruption das System anfällig machen. Wirtschaftlich ist Tansania einer der dynamischer Wachstumsmarkt der Region, gehört aber, vor allem aufgrund des hohen Bevölkerungswachstums, zu den ärmsten Ländern der Welt.
Durch die teilweise relativ gute grundlegende Schulbildung und die relativ niedrige Analphabetismusrate sind die Voraussetzungen für gesellschafts-, gesundheitspolitisches und umweltrelevantes Bewusstsein eigentlich ganz gut gegeben. Allein stehen dem zumeist die rigiden traditionellen Gesellschaftsstrukturen im Weg. Vor allem die eklatante Schlechterstellung der Frauen in der Gesellschaft verhindert, neben der Armut, Aufgeschlossenheit und Entwicklung in diesen Bereichen. Dass nachhaltige Aufklärung dennoch eine Menge bewirken kann, beweisen zum Beispiel die Erfolge von Sei So Frei im Bereich von FGM (Female Genital Mutilation).