3 MAHLZEITEN PRO TAG

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Das realistische Ziel für 225 Familien in Kasese

Agnes kämpft manchmal mit den Tränen, wenn sie ihre fünf Kinder betrachtet. Sie sind oft krank, dünn und zu klein für ihr Alter. Sie und ihr Mann Surgeon mühen sich ab und die Kinder helfen dabei, das kleine Stück Land nach besten Kräften zu bebauen. Dennoch reicht es oft nicht einmal für dünnen Brei zum Abendessen. Bis zur nächsten Ernte wird es noch schlimmer werden. Die kleinbäuerliche Familie lebt in den Bergen Kaseses im Westen von Uganda. Hier ist es trocken und heiß, die Arbeit ist hart und der Hunger hat das Land fest im Griff. 80% der Menschen hier sind abhängig von dem, was sie anbauen. Das ist nicht viel, zumeist Kochbananen und Maniok. Wassermangel, schlechte Anbaumethoden, mangelndes Wissen, unzureichende Düngemittel und fehlende Werkzeuge sind genauso Grund dafür wie Klimalaunen, Bodenerosion, Krankheiten und unkontrollierte Abholzungen.

Der Direktor einer Volksschule in Kasese, Mkyuma Kabagambe, erzählt uns vom gleichen Problem. Mehr als 80% seiner Schulkinder bekommen meist einzig abends etwas zu essen. Dünnen Getreidebrei. Mehr können die Eltern einfach nicht aufbringen. Die Kinder sind krank und können sich nicht konzentrieren oder kommen gar nicht mehr zur Schule.

WIE DAS PROJEKT FUNKTIONIERT

Um Familien wie der von Agnes und Surgeon zu helfen, haben wir gemeinsam mit unserer Partnerorganisation RIFO (The Ripple Foundation) ein umfassendes Landwirtschaftsprojekt ins Leben gerufen, das die Situation deutlich verbessern wird.

Drei Jahre lang werden 225 Kleinbäuerinnen und -bauern begleitet. In gemeinsamen Kursen lernen die Familien über nachhaltige, ökologische Landwirtschaft. Welche Feldfrüchte miteinander kombiniert, wie einheimische Hühner-, Ziegen- und Schweinerassen aufgezogen werden und wie Erosion durch optimales Boden- und Wassermanagement vorgebeugt werden können, steht auf dem Lehrplan. Dazu werden wirtschaftliche Grundlagen, Gesundheit und Ernährung unterrichtet.

300 kg Saatgut, darunter Bohnen, Mais und Erdnüsse, 100 Bienenstöcke, 20 Ziegen, 20 Schweine und 200 Hühner werden für die 14 Gruppen aus 11 Dörfern angeschafft und das Wissen rund um diese Ressourcen wird nachhaltig und gemeinsam erarbeitet.

Damit sich die Theorie auch in der Praxis beweisen kann, ist es wichtig, dass die Menschen miteinander auf Gemeinschaftsfeldern arbeiten. Das hilft, Skepsis zu überwinden und Vertrauen zu fassen. „Wenn die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer mit eigenen Augen sehen, dass die neuen Sorten und Techniken funktionieren, verwenden sie sie auch zuhause“, erklärt Projektleiterin Basaliza Ithungu Florence, die die Sorgen und Nöte der Menschen kennt. „Es ist ein Segen, dass wir mit dem Projekt starten konnten.“

DAS IST ZU TUN.

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Helfen Sie mit!

Bald werden die Mütter und Väter in der Lage sein, drei Mal am Tag zu kochen. Selbst während langer Trockenzeiten. Sie werden erfolgreich säen, Vorräte anlegen und Überschüsse auf dem Markt verkaufen können. Damit ist auch die gesunde Entwicklung der Kinder garantiert, die dem Kreislauf von Hunger und Armut so entkommen können.

Stellen wir uns dem Hunger in Kasese entgegen! Geben wir 225 Familien die Chance, sich künftig ausreichend selbst ernähren zu können!

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Jeder Beitrag hilft!

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Mit 20 Euro schenken Sie einer Familie fünf Hühner, die sie mit gesunden Eiern versorgen.
Mit 56 Euro finanzieren Sie Saatgut und Setzlinge für eine Familie.
Mit 240 Euro statten Sie eine Gruppe von Kleinbäuerinnen und -bauern mit Werkzeug für die tägliche Feldarbeit aus.
Die landschaftliche Schönheit mit den Seen, dem weißen Nil, den Urwäldern, Savannen und hohen Bergmassiven kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Uganda zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Das tropische Klima mit langen Trockenheitsperioden ist eine Herausforderung für die Bevölkerung, die zusätzlich von jahrelangen Diktaturen, Bürgerkrieg und Massakern gepeinigt wurde. Uganda besetzt einen der hintersten Plätze in Sachen internationaler Wettbewerbsfähigkeit und ist wie die meisten, vor allem armen, Staaten vom Klimawandel besonders betroffen. So soll zum Beispiel laut Experten in wenigen Jahren der wirtschaftlich wichtige Kaffeeanbau hier nicht mehr möglich sein. // Fläche: 241.040 km2 // Einwohner: 41 Millionen // Amtssprache: Swahili & Englisch
Über 60 Völker leben in Uganda zusammen. Das Bildungssystem entwickelt sich langsam, die durchschnittliche Schulbesuchsdauer stieg in den letzten 20 Jahren von 2,8 auf 5,7 Jahre an. Das hohe Bevölkerungswachstum (jedes Jahr eine Million mehr Kinder im Schulalter) stellt, wie in vielen Bereichen, die größte Herausforderung für das Land dar. Nur 18% der verheirateten Frauen haben Zugang zu Verhütungsmitteln, obwohl Uganda als Vorzeigeland in Sachen HIV-Bekämpfung zählt. Über 70% der Menschen leben von Landwirtschaft, die meisten produzieren für den Eigenbedarf und sind aber dafür nur unzureichend ausgebildet.
Nach dem britischen Protektorat prägte vor allem die Diktatur und die Massaker unter Idi Amin das Land nachhaltig. Seit 1986 wird das Land von Präsident Yoweri Museveni regiert, auch unter seiner Regierung kam es zu Menschenrechtsverletzungen und Verwicklungen in interne militärische Auseinandersetzungen mit Nachbarländern, dennoch setzte eine gewisse Beruhigung und wirtschaftliche Erholung ein. Die aktuelle Regierung stellt sich zwar positiv gesinnt gegenüber Menschenrechten dar und unterzeichnet alle wichtigen internationalen Verträge, erhebliche Defizite wie der Umgang mit politischen Parteien, Regimegegnern oder die Rekrutierung von Kindersoldaten, sind nach wie vor offenkundig.
Der Altersdurchschnitt in Uganda liegt bei 15 Jahren, knapp 30% der älteren Bevölkerung können nicht lesen und schreiben, wobei sich diese Zahlen in ländlichen Gebieten nochmals schlimmer darstellen. Aber derzeit besuchen fast 90% der Kinder, zumindest eine Zeit lang, die Schule. Daran erkennt man, dass der theoretisch fruchtbare Boden für Bewusstseinsbildung in Sachen Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Gesellschafts- und Gesundheitspolitik gegeben ist. Der Kampf um das tägliche Überleben allerdings ist, wie in vielen weiteren unserer Projektländer, die größte Hürde auf dem Weg zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Deswegen kämpfen wir genau dagegen an.